Krankheit wird in der Homöopathie im Gegensatz zur Allopathie (Schulmedizin) als Verstimmung der inneren Regulation gesehen, der inneren Ordnung, die im Körper von der Lebenskraft gesteuert wird. Dieses kann durch vielerlei Einflüsse geschehen, Insbesondere durch Kummer und seelische Schockerlebnisse, Unfälle, Operationen, Folgezuständen von schweren Infektionen, Impfungen, ungünstige Lebensführung (z. B. durch ungesunde Ernährung, wenig Schlaf, Drogen).

Lebenskraft

Lebenskraft ist ein Begriff, den C. F. Hahnemann, den Begründer der Homöopathie, vor 200 Jahre prägte. Krankheit ist also dynamischer Natur, will heissen, es gibt eine bisher nicht direkt messbare Steuerungsebene hinter allen erkennbaren Phänomenen, die sich auf der geistigen, emotionalen und körperlichen Ebene beim Menschen zeigen.

Dysregulation

Die Dysregulation zeigt sich in Symptomen, die der homöopathische Arzt in einer Anamnese, die ein bis drei Stunden dauern sollte, sammeln muss, um eine geeignete, individuell herausgesuchte, homöopathische Arznei zu finden. Erst wenn die homöopathische Arznei potenziert ist, d. h. verdünnt und verschüttelt, entfaltet sich eine heilende Kraft, welche in ihrer Feinstofflichkeit auf genau diese Lebenskraft wirkt. Würde man einen Heilpflanzentee geben, wirkt dieser auf die körperliche Ebene, aber nicht auf die zugrunde liegende Regulation, die Ziel einer Behandlung sein sollte.

Nehmen wir ein Beispiel: ein klassischer Mediziner würde bei einem Magengeschwür lediglich das Symptom behandeln. Ein Homöopath würde versuchen, herauszufinden, in welchem Kontext der Patient überhaupt anfällig für dieses Symptom geworden ist. Erst ein komplexes Verständnis dafür ermöglicht dem Homöopathen überhaupt erst die Wahl einer passenden Arznei.

Homöopathie